Der kontroverse Zauberwürfel

Kinderspielzeug oder Instrument denksportlicher Höchstleistung?


von Kiarah D.


Im Oktober 2024 ist es wieder so weit: rund 350 Speedcuber*innen treffen sich in Leipzig, um die Deutschen Meister und Meisterinnen in jeder der 17 Zauberwürfelkategorien zu küren. Es geht darum pro Durchgang in fünf Versuchen, bei denen alle Teilnehmer dieselben Scrambles (vorgegebene Verdrehungen des Würfels) bekommen, die schnellste Einzel- und Durchschnittszeit in der jeweiligen Würfelkategorie zu erzielen. Die meisten Menschen denken beim Zauberwürfel nur an den klassischen „Rubiks" 3x3, der so manchen als Kind zur Verzweiflung gebracht hat. Jedoch gibt es mittlerweile viele unterschiedliche Würfelvarianten (z. B. Pyraminx, 5x5, Megaminx, Square-1, Clock, Skewb oder auch den 21x21) und Möglichkeiten diese zu lösen, z. B. einhändig, blind oder mit den wenigsten Zügen.

An der Weltspitze gibt es aktuell viel Bewegung. Ein zehn Jahre alter Junge aus China hat alle Rekorde der „alten Hasen" der letzten Jahre innerhalb kürzester Zeit gebrochen und somit einen riesigen Schritt zur Weiterentwicklung unseres Sports beigetragen. Die Weltrekordzeit für den 3x3-Würfel liegt aktuell (Stand September 2024) bei 4,25 Sekunden (Durchschnitt aus fünf Würfellösungen). Hier in Deutschland hält Philipp Weyer (26 Jahre) schon seit einigen Jahren den Rekord mit 5,66 Sekunden Durchschnittszeit. Der Weltrekord für die Einzelzeit liegt bei 3,13 Sekunden von dem 22-jährigen US-Amerikaner Max Park. Unterscheidungen in Altersgruppen gibt es bei den Wettbewerben aber nicht.

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